SRH Fernhochschule - The Mobile University

Spezialisierung Gesundheitspsychologie Interventionen und tiergestütztes Coaching

Gesundheitspsychologie (B.Sc.)

Die Spezialisierung Gesundheitspsychologie Interventionen und tiergestütztes Coaching verbindet fundiertes psychologisches Wissen mit praxisorientierten Ansätzen der Verhaltensveränderung und innovativen Methoden der tiergestützten Arbeit

Im Mittelpunkt stehen gesundheitspsychologische Konzepte, die dazu beitragen, individuelle Ressourcen zu aktivieren, gesundheitsförderliches Verhalten zu stärken und psychisches Wohlbefinden nachhaltig zu fördern. Sie setzen sich mit wirksamen Interventionstechniken auseinander, die in Beratung, Prävention und Therapie Anwendung finden – darunter kognitive, verhaltensorientierte und systemische Verfahren. Ergänzt wird dieses Wissen durch eine spezialisierte Einführung in das tiergestützte Coaching, das Tiere gezielt in Veränderungsprozesse einbindet und auf einer triadischen Beziehung zwischen Mensch, Tier und Coach basiert. Dabei spielen Aspekte wie Tierethik, Wirkmechanismen, methodische Planung und Kommunikation eine zentrale Rolle. 

Die Spezialisierung richtet sich an Personen, die im Gesundheitswesen, im Coaching oder in pädagogisch-therapeutischen Feldern tätig sind oder sein möchten – und die den Anspruch verfolgen, Menschen in ihren Lern- und Entwicklungsprozessen professionell und ressourcenorientiert zu begleiten. Sie erwerben Kompetenzen, um individuelle Veränderungsprozesse wirksam zu gestalten und dabei sowohl wissenschaftlich fundiert als auch mit hoher empathischer Sensibilität zu arbeiten.

Gesundheitspsychologie Interventionen und tiergestütztes Coaching

Modulinhalte

In den 4 Modulen der Vertiefung Gesundheitspsychologie Interventionen und tiergestütztes Coaching des Bachelor-Fernstudiums Gesundheitspsychologie (B.Sc.) vertiefen Sie Ihr entsprechendes Fachwissen und schaffen sich so ein Profil als Experte für Interventionsmethoden. Die Spezialisierungsmodule absolvieren Sie zwischen dem vierten und fünften Semester.

Inhalte des Moduls

Das Modul „Grundlagen des Coachings“ vermittelt eine fundierte Einführung in das professionelle Coaching und legt den Fokus auf den gesamten Coaching-Prozess – von der konzeptionellen Rahmung über die methodische Umsetzung bis hin zur Supervision. Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Coachings, der Unterschied zu verwandten Beratungskonzepten sowie die Rolle des Coachs als Prozessverantwortliche:r für individuelle Lern- und Entwicklungsprozesse. Ergänzt wird das Modul durch einen Überblick über praxisnahe Methoden und Tools, die gezielt zur Förderung von Verhaltensänderungen eingesetzt werden. Dabei geht es insbesondere um die Auswahl, Anwendung und Bewertung empirisch fundierter Techniken zur Verhaltensmodifikation. Coaching wird zugleich als Instrument der Persönlichkeitsentwicklung verstanden und in seiner Relevanz für unterschiedliche Zielgruppen beleuchtet. Darüber hinaus ermöglicht das Modul eine erste Auseinandersetzung mit spezifischen Anwendungsfeldern, wie dem tiergestützten Coaching, und fördert ein tiefgehendes Verständnis für den Einsatz systemischer und kommunikativer Strategien.

Vermittelte Kompetenzen

Im Rahmen des Moduls erwerben Sie umfassende fachliche, methodische, soziale und personale Kompetenzen für die professionelle Gestaltung von Coachingprozessen. Fachlich werden Sie in die Lage versetzt, grundlegende Coachingkonzepte einzuordnen, den idealtypischen Verlauf eines Coachings zu beschreiben und Empowerment als zentrales Ziel zu erkennen. Methodisch lernen Sie, geeignete Coaching-Tools auszuwählen und auf verschiedene Kontexte – etwa im tiergestützten Coaching – zu übertragen. Sie entwickeln Fähigkeiten, wissenschaftlich fundierte Interventionen zu recherchieren und individuelle Lösungen zu erarbeiten. Gleichzeitig fördert das Modul Ihre Selbstorganisation und Professionalität: Sie trainieren den sorgfältigen Umgang mit Arbeitsaufträgen, den strukturierten Umgang mit Zeitvorgaben und die Reflexion eigener Entscheidungen im Lichte theoretischer Grundlagen. Ihre Kommunikationskompetenz wird gestärkt durch die Fähigkeit, fachliche Positionen überzeugend zu vertreten und im Austausch mit anderen konstruktiv zu agieren. Engagement, Initiative und eine offene, reflektierte Haltung gegenüber neuen Herausforderungen runden das Kompetenzprofil ab.

Inhalte des Moduls

Im Modul „Klinische Psychologie III“ stehen die horizontale und vertikale Verhaltensanalyse als zentrale Instrumente der kognitiven Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin im Fokus. Auf Grundlage lern- und kognitionspsychologischer Theorien sowie des etablierten SORC-Modells nach Kanfer lernen Sie, problematisches Verhalten systematisch zu analysieren. Während sich die horizontale Analyse auf konkrete Einzelsituationen bezieht, erlaubt die vertikale Analyse die Erkennung übergreifender Muster, kognitiver Schemata und biographisch bedingter Verhaltensdispositionen. Themen wie Mikro- und Makroanalyse, funktionale Diagnostik, psychologische Evaluation, Rückfallprophylaxe sowie die Integration hypothetischer Bedingungsmodelle vertiefen das Verständnis. Rollenspiele, Fallbeispiele und praktische Übungen festigen die theoretischen Grundlagen in einem anwendungsbezogenen Kontext. Darüber hinaus erwerben Sie Kenntnisse zur Anwendung kommunikativer Techniken wie der sokratischen Gesprächsführung und zur Erfassung individueller Attributionsstile. Die Vermittlung erfolgt durch Studienbriefe, Podcasts mit Übungseinheiten, interaktive Online-Vorlesungen und Präsenzseminare.

Vermittelte Kompetenzen

Sie entwickeln die Fähigkeit, komplexe Verhaltensanalysen strukturiert nach dem SORC-Modell durchzuführen, kritisch zu reflektieren und für gesundheitspsychologische Interventionen gezielt einzusetzen. Auf fachlicher Ebene erwerben Sie ein fundiertes Verständnis für lerntheoretische Mechanismen, Interventionsplanung und Rückfallprophylaxe. Methodisch werden Sie befähigt, psychodiagnostische Verfahren anzuwenden, Evaluationen durchzuführen sowie Forschungsergebnisse zu interpretieren. Die Anwendung der Verhaltensanalyse auf die eigene Person fördert Ihre Selbstreflexion und trägt zur Weiterentwicklung eines wissenschaftlich fundierten Selbstverständnisses bei. Sie lernen, Arbeitsaufträge zuverlässig zu bearbeiten, eigene Ergebnisse zu präsentieren und mit Kritik konstruktiv umzugehen. Sozial-kommunikativ werden Sie in die Lage versetzt, komplexe Analyseergebnisse verständlich zu vermitteln, dysfunktionale Denk- und Verhaltensmuster in Beratungsprozessen aufzuzeigen und Konfliktpotenziale im Kontext übergreifender Verhaltensmuster zu erkennen und zu reflektieren. Initiative, Engagement und die Weitergabe eigener Erkenntnisse runden Ihr Kompetenzprofil ab.

Inhalte des Moduls

Das Modul „Tiergestützte Interventionen“ bietet eine fundierte Einführung in zentrale Konzepte, Theorien und Praxisfelder der tiergestützten Arbeit. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den spezifischen Wirkmechanismen, die Mensch-Tier-Beziehungen im therapeutischen, pädagogischen und sozialen Kontext entfalten können. Sie befassen sich mit der geschichtlichen Entwicklung, den relevanten Begrifflichkeiten sowie den Merkmalen und Einsatzbereichen verschiedener tiergestützter Interventionen. Ein besonderes Augenmerk gilt der ethischen und rechtlichen Grundlage – darunter Tierschutz, Tierethik und Voraussetzungen für eine qualifizierte Ausbildung von Mensch-Tier-Teams. Darüber hinaus werden Methoden, Organisationsformen und Qualitätsstandards behandelt, ebenso wie Fragen der Evaluation, Finanzierung und der institutionellen Verankerung. Anhand von Fallbeispielen und interaktiven Lernformaten reflektieren Sie konkrete Einsatzmöglichkeiten mit unterschiedlichen Tierarten und Zielgruppen. Die theoretischen Inhalte werden über Studienmaterialien, Online-Präsentationen, Diskussionen und praktische Übungen vertieft.

Vermittelte Kompetenzen

Im Modul erwerben Sie umfassende fachliche, methodische, personale und soziale Kompetenzen zur professionellen Gestaltung tiergestützter Interventionen. Sie lernen, grundlegende Begriffe zu differenzieren, Konzepte einzuordnen und die Wirkungsweisen tiergestützter Maßnahmen auf psychischer, medizinischer und sozialer Ebene zu verstehen. Methodisch befähigt Sie das Modul, Bedarfe zu analysieren, geeignete Interventionen für unterschiedliche Zielgruppen zu planen und in Einzel- oder Gruppensettings umzusetzen. Sie entwickeln ein professionelles Rollenverständnis sowie die Fähigkeit, sich in komplexen Situationen ethisch verantwortungsvoll und reflektiert zu positionieren. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Haltungen fördert Ihre Selbstwahrnehmung und unterstützt den Aufbau eines klaren beruflichen Profils. Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten werden geschult, um tragfähige Beziehungen zu Klient:innen aufzubauen, fachlich fundiert zu argumentieren und interdisziplinäre Zusammenarbeit aktiv zu gestalten. Gleichzeitig erkennen Sie Ihre Grenzen im praktischen Einsatz und können diese durch gezielte Kooperation mit anderen Fachkräften professionell berücksichtigen.

Inhalte des Moduls

Das Modul „Tiergestütztes Coaching – Grundlagen“ vermittelt ein umfassendes Verständnis für den Einsatz von Tieren im Coachingprozess. Sie lernen tiergestütztes Coaching als bildungswissenschaftlich fundierte Form der Beratung kennen, die Lern- und Veränderungsprozesse durch erlebnisorientierte Methoden unterstützt. Neben theoretischen Grundlagen stehen zentrale Konzepte wie Prozess- und Wirkmechanismen, Merkmale sowie Wirkfaktoren tiergestützten Coachings im Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Triade Coachee – Tier – Coach, deren systemisches Zusammenspiel analysiert und reflektiert wird. Sie setzen sich intensiv mit der Rolle der Tiere im Coaching auseinander, planen exemplarische Coaching-Prozesse und erarbeiten Schwerpunktthemen, die im praktischen Einsatz relevant sind. Dabei werden sowohl die Planung als auch die Organisation von Coaching-Sitzungen mit Tieren behandelt. Ergänzend befassen Sie sich mit Grenzen und Potenzialen dieser Methodik. Das Modul wird durch Selbststudium, digitale Lernmaterialien, Austauschformate im E-Campus und begleitende Veranstaltungen unterstützt. Die abschließende Leistung erfolgt in Form eines wissenschaftlichen Posters.

Vermittelte Kompetenzen

Sie erwerben sowohl theoretisches als auch praxisorientiertes Wissen über die Struktur, Durchführung und Reflexion tiergestützter Coachings. Fachlich lernen Sie, grundlegende Begriffe zu differenzieren, Chancen und Risiken einzuschätzen und Methoden sowie Interaktionsformen gezielt einzuordnen. Methodisch entwickeln Sie die Fähigkeit, Coaching-Prozesse systematisch zu planen und durchzuführen – unter Berücksichtigung von individuellen Bedarfen, institutionellen Rahmenbedingungen sowie tierethischen Aspekten. Dabei geht es auch darum, geeignete Settings auszuwählen, klientenzentrierte Interventionen zu gestalten und bei Bedarf flexibel auf neue Situationen zu reagieren. Sie reflektieren Ihre berufliche Rolle, trainieren einen bewussten Umgang mit eigenen Entscheidungen und lernen, fundierte konzeptionelle Überlegungen zu vertreten. Ihre Selbstkompetenz wird durch eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung gestärkt. Zudem vertiefen Sie Ihre Fähigkeit zur professionellen Kommunikation, entwickeln Ihre Kooperationsfähigkeit weiter und fördern ein achtsames, ressourcenorientiertes Arbeiten im Spannungsfeld von Mensch und Tier.

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Berufsperspektiven im Bereich Gesundheitspsychologie Interventionen und tiergestütztes Coaching

Mit der Spezialisierung Gesundheitspsychologie Interventionen und tiergestütztes Coaching eröffnen sich vielfältige berufliche Einsatzfelder an der Schnittstelle zwischen Psychologie, Gesundheit und pädagogisch-therapeutischer Praxis. 

Absolvent:innen qualifizieren sich für Tätigkeiten in der Gesundheitsförderung, psychologischen Beratung und im präventiven Coaching – sowohl in Kliniken, Reha-Einrichtungen, sozialen Organisationen als auch im freiberuflichen Kontext. Konkrete Berufsbezeichnungen sind etwa Gesundheitspsycholog:in, Coach mit tiergestütztem Schwerpunkt, Fachkraft für Prävention und Gesundheitsförderung, Case Manager:in im Gesundheitswesen oder pädagogisch-therapeutische Fachkraft mit tiergestützter Zusatzqualifikation. Auch in der betrieblichen Gesundheitsförderung, im schulischen Kontext oder im Bereich der Sozialpsychiatrie sind die Kompetenzen aus dieser Spezialisierung gefragt. 

Die Kombination aus wissenschaftlich fundierten Interventionsmethoden und der gezielten Einbindung von Tieren in Veränderungsprozesse macht das Profil besonders vielseitig. Sie sind in der Lage, individuelle Förder- und Entwicklungsprozesse zu gestalten, Klient:innen empathisch zu begleiten und komplexe Anforderungen aus verschiedenen Settings kompetent zu bewältigen. Darüber hinaus bietet die Spezialisierung eine solide Grundlage für eine selbstständige Tätigkeit im Bereich des Coachings mit tiergestützter Intervention.