Gesundheitspsychologie (B.Sc.)
Die Spezialisierung Arbeitspsychologie und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) im Studiengang Gesundheitspsychologie (B.Sc.) bietet Ihnen eine fundierte Ausbildung in der ganzheitlichen Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. In einer Zeit, in der Arbeitswelten stetig im Wandel sind und gesundheitliche Herausforderungen zunehmend komplexer werden, spielt ein effektives BGM eine entscheidende Rolle für den nachhaltigen Erfolg von Unternehmen.
Sie erwerben umfassende Kenntnisse über die Analyse, Planung, Umsetzung und Evaluation gesundheitsfördernder Maßnahmen innerhalb von Organisationen. Dabei lernen Sie, wie betriebliche Strukturen und Prozesse so gestaltet werden können, dass sie die Gesundheit der Mitarbeitenden unterstützen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Unternehmens steigern. Die Spezialisierung verbindet theoretische Ansätze der Gesundheitspsychologie mit praxisorientierten Methoden des Gesundheitsmanagements und vermittelt Ihnen die Fähigkeit, gesundheitsbezogene Projekte eigenständig zu steuern und zu optimieren.
Durch interaktive Lehrformate, Fallstudien und praxisnahe Übungen entwickeln Sie sowohl fachliche als auch methodische Kompetenzen, die Sie befähigen, als kompetente Fachkraft im Betrieblichen Gesundheitsmanagement maßgebliche Beiträge zur Prävention und Förderung der Mitarbeitergesundheit zu leisten. Diese Spezialisierung bereitet Sie optimal auf vielfältige Karrieremöglichkeiten in Unternehmen, Gesundheitsorganisationen und Beratungsfirmen vor.
Modulinhalte
In den 4 Modulen der Vertiefung Arbeitspsychologie und Betriebliches Gesundheitsmanagement des Bachelor-Fernstudiums Gesundheitspsychologie (B.Sc.) vertiefen Sie Ihr entsprechendes Fachwissen und schaffen sich so ein Profil als Experte für die Schaffung eines gesundheitsförderlichen Arbeitsumfelds. Die Spezialisierungsmodule absolvieren Sie zwischen dem vierten und fünften Semester.
Inhalte des Moduls
In diesem Modul erhalten Sie einen fundierten Überblick über die Grundlagen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und seine Bedeutung in sich wandelnden Arbeitswelten und Organisationen. Zunächst wird aufgezeigt, wie (Erwerbs-)Arbeit in der heutigen Wissens- und Kommunikationsgesellschaft zu betrachten ist. Aspekte wie Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, die zunehmende Entgrenzung der Unternehmungen und individuelle Gestaltungsspielräume stehen dabei im Mittelpunkt. Auf dieser Basis wird erläutert, welche Veränderungen sich für Beschäftigte ergeben und warum sich Beschäftigungsverläufe oft fragmentieren können.
Darauf aufbauend beschäftigt sich das Modul mit den wesentlichen Elementen der Betrieblichen Gesundheitspolitik und zeigt, wie deren Ziele konkret in Unternehmen umgesetzt werden können. Beispiele dafür sind verschiedene Aktionsfelder zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden im Betrieb. Dabei spielt das Betriebliche Eingliederungsmanagement in Deutschland eine besondere Rolle, das als Muster-Beispiel dient. Zusätzlich werden die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Einführung und Weiterentwicklung des BGM erläutert, sodass Sie einen Einblick in rechtliche Vorgaben, Organisation und strategische Planung erhalten. Abschließend werfen Sie einen Blick auf mögliche gesundheitsfördernde Einflussfaktoren im Unternehmen und lernen, wie diese zielgerichtet gesteuert werden können.
Vermittelte Kompetenzen
Im Rahmen dieses Moduls erwerben Sie nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern stärken auch vielfältige Kompetenzen. Auf fachlicher Ebene lernen Sie, die Entstehung, Implementierung und Durchführung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements systematisch zu verstehen und Rückschlüsse auf Veränderungen in Arbeitswelten und Organisationen zu ziehen. Zudem wird deutlich, wie sich die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die Individualisierung der Arbeit auf das Personalmanagement auswirken.
Methodisch geht es darum, wissenschaftliche Grundlagen als Basis des BGM sicher anzuwenden und geeignete Interventionsmethoden für unterschiedliche Situationen auszuwählen und zu begründen. Auch die kritische Reflexion von Evaluationsergebnissen wird geübt. Auf persönlicher Ebene unterstützt Sie das Modul dabei, sich selbstbewusst auf unbekannte Themenfelder einzulassen und verantwortungsvoll an Aufgaben heranzugehen. Die Fähigkeit, Termine einzuhalten sowie fundierte Arbeitsergebnisse zu präsentieren, fördert Ihre Selbstorganisation und Professionalität. Abschließend wird Ihre soziale Kompetenz gestärkt, indem Sie lernen, in der Rolle des BGM-Experten oder der BGM-Expertin professionell zu kommunizieren, Wissen adressatengerecht zu vermitteln und in Teams konstruktiv zusammenzuarbeiten.
Inhalte des Moduls
In diesem Modul erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die zentralen Prozesse und Strukturen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Dabei steht zunächst die Identifikation der relevanten Akteure im Vordergrund: Sie entdecken, welche Rollen und Haltungen Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, externe Prozessbegleiter sowie Krankenkassen und Berufsgenossenschaften einnehmen. Im Anschluss lernen Sie die Bedeutung einer zielgerichteten Organisationsentwicklung kennen, die sich an den Bedürfnissen von Beschäftigten und Unternehmen orientiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit den Kernprozessen des BGM: Analyse, Planung, Intervention und Evaluation. Diese Schritte greifen ineinander und stellen sicher, dass Maßnahmen nicht nur konzipiert, sondern auch nachhaltig verankert werden. Darauf aufbauend werden verschiedene Strategien und Erfolgsfaktoren beleuchtet, die im BGM zum Tragen kommen. Hier spielt unter anderem die Frage eine Rolle, ob an individuellen Verhaltensweisen oder an betrieblichen Rahmenbedingungen und Strukturen angesetzt werden sollte. Dabei wird der historische Wandel vom klassischen Arbeitsschutz zu einem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement thematisiert. Abschließend erfahren Sie, wie sich integrierte Strukturen und Prozesse konkret gestalten lassen, um den Erfolg von BGM-Maßnahmen langfristig zu sichern.
Vermittelte Kompetenzen
Der modulare Aufbau fördert verschiedene Kompetenzbereiche, die Sie auf Ihrem Weg zur BGM-Fachkraft stärken. Fachlich gewinnen Sie ein klares Verständnis dafür, wie sich die einzelnen Akteure in das BGM einfügen und welche unterschiedlichen Ansätze in der betrieblichen Gesundheitsförderung verfolgt werden. Darüber hinaus erhalten Sie Einblicke in die Strategien und Methoden, die sowohl verhaltens- als auch verhältnisorientierte Interventionen ermöglichen. Im Bereich Methodenkompetenz trainieren Sie, wissenschaftliche Arbeitsweisen gezielt anzuwenden: Sie schätzen unterschiedliche Evaluationsverfahren ein, reflektieren deren Ergebnisse kritisch und begründen, wann welche Interventionsmethoden zum Einsatz kommen. Gleichzeitig entwickeln Sie ein professionelles Selbstverständnis, indem Sie lernen, Termine einzuhalten, sich souverän mit komplexen Themen auseinanderzusetzen und eigene Arbeitsergebnisse verantwortungsbewusst zu präsentieren. Dabei unterstützen Sie intrinsische Motivation sowie ein offener Umgang mit Feedback und Kritik bei Ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Abschließend stärken Sie Ihre sozialen Kompetenzen, indem Sie lernen, Fachwissen sicher zu vermitteln, passende Kommunikationsmittel einzusetzen und sich kooperativ in Teams einzubringen. Diese Fähigkeiten stellen sicher, dass Sie im beruflichen Kontext als kompetente Ansprechperson rund um Aufbau und Steuerung des BGM auftreten können.
Inhalte des Moduls
In diesem Modul vertiefen Sie Ihr bisher erworbenes Grundlagenwissen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) und lernen, wie eine nachhaltige Implementierung gelingt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Arbeits- und Organisationsdiagnostik, die Ihnen ermöglicht, den Ist-Zustand im Unternehmen systematisch zu analysieren und gezielte Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Dabei befassen Sie sich mit den wichtigsten Konzepten der Organisationsdiagnostik und gewinnen einen Überblick über gängige Verfahren zur Arbeitsanalyse sowie zur Erhebung gesundheits- und risikobezogener Daten. Im nächsten Schritt steht die Vermittlung dieser Daten an relevante Bedarfsträger im Vordergrund, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung zu schaffen.
Aufbauend darauf lernen Sie verschiedene Einzelmaßnahmen der Gesundheitsförderung kennen, angefangen bei Bewegungs- und Ernährungsangeboten über Konfliktbewältigung bis hin zu Zeit- und Ressourcenmanagement. Zusätzlich wird ein Blick auf besondere Herausforderungssituationen geworfen, etwa bei ergonomischen Anpassungen oder im Umgang mit älter werdenden Belegschaften. Anhand von Projektbeispielen aus Industrie, Mittelstand und Kleinunternehmen erfahren Sie, wie sich eine strukturierte Planung und Umsetzung von BGM-Initiativen in der Praxis gestaltet. Die Moduleinheiten veranschaulichen somit, wie Sie effektive Gesundheitsmaßnahmen konzipieren und erfolgreich in den betrieblichen Alltag integrieren können.
Vermittelte Kompetenzen
Im Verlauf des Moduls erwerben Sie ein breites Spektrum an Fähigkeiten, das Sie zur professionellen Gestaltung und Umsetzung von BGM-Projekten befähigt. Fachlich lernen Sie, die Bedeutung einer aussagekräftigen Gesundheitsberichterstattung zu erkennen und konkrete Ziele und Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung anhand von Datenerhebung und -auswertung zu formulieren. Zudem vertiefen Sie Ihr Verständnis dafür, wie verschiedene Ebenen des BGM ineinandergreifen und wie unterschiedliche Gesundheitsmodelle zur fundierten Planung beitragen können.
Die Methodenkompetenz wird durch die gezielte Anwendung wissenschaftlicher Arbeitsweisen gestärkt. Dazu gehört die Auswahl und Begründung passender Interventionsmethoden sowie eine kritische Reflexion von Evaluationsergebnissen. Auch die Fähigkeit, größere BGM-Projekte rational und transparent zu planen, steht im Fokus. In puncto Selbstkompetenz verfeinern Sie Ihren professionellen Arbeitsstil, indem Sie Termine verlässlich koordinieren, eigene Arbeitsergebnisse strukturiert präsentieren und souverän mit Feedback oder Kritik umgehen. Zugleich fördert das Modul Ihre Sozialkompetenz, indem Sie lernen, auf Augenhöhe mit verschiedenen Akteuren zu kommunizieren und das Thema Gesundheitsförderung bedarfsgerecht zu vermitteln. Dieses Zusammenspiel aus Fachwissen, Methoden, Selbst- und Sozialkompetenz legt den Grundstein für ein erfolgreiches Wirken im Feld des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Inhalte des Moduls
Das Modul Arbeitspsychologie bietet eine fundierte Einführung in zentrale Themen der psychologischen Analyse und Gestaltung von Arbeit. Beginnend mit der Entwicklung der Arbeitswelt, den theoretischen Grundlagen und Methoden der Arbeitspsychologie, vermittelt es ein tiefes Verständnis für den Gegenstand dieser Disziplin. Im Fokus stehen bewährte Verfahren der Arbeitsanalyse und -bewertung, ergänzt durch praxisnahe Ansätze zur Arbeitsgestaltung, zur Förderung von Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit sowie zur Analyse von Arbeitsverhalten. Auch die Auswirkungen von Arbeit auf Gesundheit, Stress und Wohlbefinden sowie der Umgang mit Arbeitslosigkeit werden beleuchtet. Darüber hinaus geht es um spezifische Herausforderungen und Chancen der Gruppenarbeit sowie um Maßnahmen zur Arbeitssicherheit. Ziel ist es, die Bedeutung psychologischer Erkenntnisse für eine menschengerechte und effiziente Gestaltung von Arbeit sichtbar zu machen und praxisrelevante Handlungsoptionen aufzuzeigen.
Vermittelte Kompetenzen
Im Rahmen des Moduls erwerben Sie umfassende Fach- und Handlungskompetenzen im Bereich der Arbeitspsychologie. Sie lernen, psychologische Konzepte und Methoden systematisch darzustellen, zu analysieren und auf neue Formen der Arbeit anzuwenden. Insbesondere entwickeln Sie die Fähigkeit, Arbeitsanalyseverfahren zielgerichtet auszuwählen, anzuwenden und kritisch zu reflektieren. Die Beurteilung der Auswirkungen von Arbeit auf Wohlbefinden und Gesundheit erfolgt ebenso fundiert wie die Ableitung geeigneter Gestaltungsansätze. Zugleich werden betriebswirtschaftliche Perspektiven einbezogen, um psychologische Erkenntnisse in den organisationalen Kontext einzuordnen. Durch den Fokus auf wissenschaftliche Recherche, kritisches Denken und reflexives Handeln stärken Sie Ihre persönliche Professionalität. Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit werden gefördert, indem Sie lernen, verschiedene Akteursinteressen zu berücksichtigen, arbeitspsychologische Instrumente verantwortungsbewusst einzusetzen und Ihre Erkenntnisse adressatengerecht zu vermitteln.
Berufsperspektiven im Betrieblichen Gesundheitsmanagement
Die Spezialisierung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement eröffnet vielfältige Karrierewege in unterschiedlichen Branchen und Organisationen. Absolventinnen und Absolventen können als Betriebsgesundheitsmanager in mittelständischen und großen Unternehmen tätig werden, wo sie ganzheitliche Gesundheitsstrategien entwickeln und umsetzen. In Personalabteilungen übernehmen sie die Verantwortung für präventive Maßnahmen und die Förderung des Wohlbefindens der Mitarbeitenden. Gesundheitsberater in spezialisierten Beratungsfirmen unterstützen Unternehmen dabei, maßgeschneiderte Gesundheitsprogramme zu konzipieren und zu evaluieren. Auch im Arbeitsschutz spielen Fachkräfte eine zentrale Rolle, indem sie sicherstellen, dass arbeitsplatzbezogene Gesundheitsstandards eingehalten und kontinuierlich verbessert werden. Darüber hinaus bieten sich Positionen als Projektmanager für Gesundheitsförderung an, die interdisziplinäre Projekte leiten und koordinieren, um nachhaltige Gesundheitsinitiativen zu etablieren. In öffentlichen Institutionen und Gesundheitsämtern können Spezialisten im Betrieblichen Gesundheitsmanagement ebenfalls wertvolle Beiträge leisten, indem sie präventive Programme auf regionaler oder nationaler Ebene entwickeln. Diese breit gefächerten Berufsmöglichkeiten ermöglichen es Ihnen, Ihre Fachkenntnisse gezielt einzusetzen und aktiv zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit und zur Steigerung der betrieblichen Leistungsfähigkeit beizutragen.